Stress-Reaktionen

In Deutschland ist laut dem Statistischen Bundesamt Herzinfarkt die häufigste Todesursache. Im Jahre 2006 starben ungefähr 190.000 Menschen an Folgen von Stress und damit verbundenen Reaktionen.

Typische Stressreaktionen…

bei Erwachsenen (Schwerpunkte):

  • Gehirn: Abbau von Gehirnmasse, Einschränkung der emotionalen Ebene, Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Gefühle: Traurigkeit, Ärger, Schuld, Vorwürfe, Angst, Verlassenheit, Müdigkeit, Hilflosigkeit, Schock, Jammern, Taubheit, Leere, Hoffnungslosigkeit, Deprivation, Demütigung, Gereiztheit, emotionsloses Denken
  • kognitiv: Zweifel, Verwirrung, Vorurteile, Konzentration, Halluzinationen, Depersonalisation
  • körperlich: Übelkeit, Enge in Kehle und Brust, Übersensibilität bei Lärm, Atemlosigkeit, Muskelschwäche, Mangel an Energie, trockener Mund, Magen- und Darmprobleme, (zeitbedingte) Impotenz, Haarausfall, schlechtes Hautbild, rötliche Augen, Herzstechen, Gelenkschmerzen, Hautausschlag,  Bewegungsdrang, langfristige Störung des Verdauungprozesses, Schlaganfall, beschleunigte Alterung des gesamten Organismus, Venenverkalkung, Bluthochdruck, Rheuma, Vergesslichkeit
  • Verhalten: Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Geistesabwesenheit, sozialer Rückzug, Träume über das Ereignis, Vermeidung von Nähe, Seufzen, Aktivismus, Weinen, keine Mimik, Steigerung des aggressiven Verhaltens

bei Kindern und Jugendlichen im:

  • Alter bis 11 Jahre
    • Daumenlutschen, Bettnässen, Angst vor Tieren, Klammern, Nachtangst, Verlust der Darm- und/oder Blasenkontrolle, Verstopfung, Stottern/Stammeln, Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Schwitzen, Irritiert sein, Jammern, Aggressivität, Geschwisterrivalität, Alpträume, Dunkelangst, Schulangst, Fingernägel kauen, sozialer Rückzug von Gleichaltrigen, Interesselosigkeit, Konzentrationsmangel, Schwitzen
  • Alter von 11 – 14
    • Schlafstörungen, Essstörungen, Rebellion daheim, mangelndes Interesse an Aktivitäten Gleichaltriger, Schulprobleme (z.B. Schlägern, Rückzug, Interesselosigkeit, Mittelpunktsstreben), physische Probleme (z.B. Kopfweh, undefinierbare Schmerzen, Hautprobleme, Verdauungsprobleme, sonstige psychosomatische Beschwerden), Schwitzen
  • Alter von 14 – 18
    • Psychosomatische Beschwerden, Störungen des Appetits und des Schlafes, hypochondrische Reaktionen, Durchfall, Verstopfung, Störungen der Menstruation, Steigerung oder Senkung des Energielevels, Desinteresse am anderen Geschlecht, Abnahme von Durchsetzungskämpfen mit Eltern, Konzentrationsmangel, Schwitzen

Stress wirkt sich auf die Psyche genauso aus wie auf die Befindlichkeit des Körpers. Es kann zu leichten und schweren Krankheiten kommen. Etliche Studien haben die negativen Effekte so genannter Stresshormone belegt. So kommt es bei Stress zu einer erhöhten Konzentration von Adrenalin, Noradrenalin oder Cortisol im Blut, was langfristig Schäden an den Blutgefäßen nach sich zieht. In diesem Zusammenhang ist die Niere besonders betroffen. Zusätzlich wird das Sehfeld eingeschränkt. Bei langzeitigem Stress kommt es zu degenerativen Veränderungen und schließlich zum Tod durch Nierenversagen oder Herzinfarkt.

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